Wie geht es weiter mit dem Weisselbad?

Nach dem endgültigen AUS für den Standort Weisselbad braucht Floridsdorf dringend eine Alternative, diese ist aber weiterhin nicht vorhanden. (22.08.2011)

Das seit 2004 leer stehende ehemalige Weisselbad hätte eine neue Musikschule für Floridsdorf werden und somit das langsam verfallende Gebäude einer neuen, zukunftsorienierten Nutzung zugeführt werden können. Doch es folgte nach Jahren des Hinhaltens die endgültige Ablehnung durch Stadtrat Oxonitsch (SPÖ). Angeblich seien die Umbauarbeiten wirtschaftlich nicht vertretbar. Alternative Ideen zur weiteren Nutzung fehlen, genauso ist unklar was nun mit dem leerstehenden Gebäude geschehen soll.

ÖVP-Floridsdorf Klubobmann Erol Holawatsch befürchtet, dass das alte Gebäude einem weiteren Wohngebäude wird weichen müssen. Das Konzept der Musikschule im Weisselbad wurde von der gesamten Bezirksvertretung unterstützt, doch jetzt soll ganz alleine die Stadt Wien entscheiden, was weiterhin mit dem Gebäude geschieht.

Forderung nach Musikschule bleibt weiter aufrecht

Dass eine Musikschule im Weisselbad nicht möglich ist, ändert dennoch nichts an der Forderung nach einem zusätzlichen hochwertigen Musikschulstandort in unserem schnell wachsenden Bezirk. Erol Holawatsch: „Wir werden weiter für eine sinnvolle Lösung im Sinne der Jugend kämpfen.“ Derzeit sieht es aber schlecht aus, denn laut Bezirksvorsteher Lehner sei kein neuer Standort angedacht. Denn auch wenn in Floridsdorf vier Blasmusikkapellen die Musikausbildung teilweise übernehmen, so ist dies bei weitem nicht ausreichend und deckt auch nicht den tatsächlichen Bedarf ab.

Rot-Grüne Konzeptlosigkeit

Die leidige Situation rund um die Musikschule passt leider nahtlos in die rot-grüne Konzeptlosigkeit. Es wird zwar jegliches Wohnprojekt im Bezirk bedenkenlos genehmigt, dass die vielen Menschen, die dann aber in unseren Bezirk ziehen, zu Recht auch ein adäquates Angebot in allen Bereichen erwarten, scheint die Verantwortlichen nicht zu interessieren!