Wiens unsinnigster und gefährlichster Radweg

Der Radweg vor dem Schuleingang des TGM gefährdet die Sicherheit der Schüler/innen und auch der Radfahrer (16.06.2010)

Die städtische Radwegplanung löst bisweilen Kopfschütteln aus. Der ohnehin ziemlich schmale Eingangsbereich vor dem TGM - immerhin Wiens größte Schule mit 2.000 Schülern - in der Brigittenauer Wexstraße, wurde zu einem gemischten Geh- und Radweg umgebaut. Vor der Schule führt eine Rampe die Radler von der Stromstraße kommend auf den Gehweg, es geht am Vorplatz der Schule vorbei und noch einige Meter weiter, bevor der Radweg wieder auf die Fahrbahn mündet.

Der Eingangsbereich des TGM sei ohnehin aufgrund der ein- und ausgehenden Schülermassen ein Gefahrenbereich, strömen die Schüler doch meist in Trauben ohne Rücksicht auf die Ampelphasen Richtung Straßenbahn- und U-Bahnhaltestelle. Jetzt werde noch ein aus dem Nichts kommender Radweg von der Stromstraße quer über den Eingangsbereich, an dem sich den ganzen Tag über Schüler aufhalten, geführt, kritisiert der Bezirksparteiobmann der ÖVP Brigittenau, LAbg. Wolfgang Aigner.

"Konflikte und Unfälle sind vorprogrammiert. An dieser Stelle sollten die Radfahrer als gewöhnliche Verkehrsteilnehmer weiterhin auf der Fahrbahn fahren."

Die ÖVP kritisiert überhaupt den Radwegeausbau im Bezirk und erinnert an die gegenüberliegende Straßenseite der Wexstraße, wo dem Radweg zahlreiche Parkplätze zum Opfer gefallen sind.