Rot-grünes Chaos bei U-Bahn-Süderweiterung

U-Bahn ist im Öffentlichen Verkehr das meist akzeptierte Verkehrsmittel (05.10.2011)

"Die Ankündigung, auf eine geplante Verlängerung der U2 Süd in Richtung Gudrunstraße verzichten zu wollen, macht das Chaos um die verkehrstechnische Erschließung für das Stadtentwicklungsgebiet Hauptbahnhof und damit das Großraum Wien Süd Gebiet komplett", kritisiert Landesgeschäftsführer Alfred Hoch. Davor ist schon durchgesickert, dass die U1 nicht an den Stadtrand nach Rothneusiedl geführt werden soll, sondern neben der Therme in Oberlaa stehen bleiben wird.

Nachdem man sich die SP-Alleinregierung jahrelang aus der Verantwortung für eine Erschließung des Hauptbahnhofs mit einer direkten U-Bahnanbindung gedrückt hat, scheitert die - inzwischen rot-grüne - Wiener Verkehrspolitik erneut an einem Projekt für den dringend notwendigen Ausbau des Wiener U-Bahnnetzes.

"Eine Entwicklung derartiger Stadtteile wie des Hauptbahnhofs aber auch Rothneusiedls ist ohne U-Bahnanschluss einfach nicht möglich."

Mit einer derartigen Entscheidung wäre das ohnedies durch Planungspannen verzögerte Stadtteilprojekt Hauptbahnhof aufs Neue infrage gestellt. Es ist höchste Zeit, dass die Grünen ihre U-Bahnphobie ablegen und das U-Bahnnetz in Wien endlich entsprechend ausgebaut wird.

Es kann nicht sein, dass immer wieder längst festgelegte Ausbauprojekte von einem Tag auf den anderen schubladisiert werden und damit eine Blockade beim Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel in dieser Stadt verursacht wird.

Portrait: Alfred Hoch